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| Reparaturen |
| Polituren auffrischen |
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Selva |
Mit der Zeit schwindet die Schönheit der
Möbel, sie wirken verschmutzt und abgenutzt. Doch mit dem Einsatz der richtigen
Materialien, lässt sich dies schnell wieder beheben. Allerdings hängt das Ergebnis auch
hier von einer sorgfältigen Vorarbeit ab.
Zum Auffrischen polierter Flächen benötigt man spezielle Materialien wie Schellack,
Spiritus, Polierballen und Stahlwolle für den Feinschliff. Mit Ziehklinge und feinstem
Schleifpapier -240er Körnung- wird die alte Politur entfernt. Für die Formen alter
Möbel gibt es passende Ziehklingen und zum Beheben kleiner Schäden helfen
Retuschierstifte. Vor dem Politurauftrag ist die gesamte Fläche -als Haftbrücke- zu
grundieren.
Polituren gibt es von hell bis dunkel und in verschiedenen Farbtönen, die zum Holz
passen. |
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| Eine wichtige Voraussetzung für
das Polieren ist ein sauberer, trockener, warmer Arbeitsraum und viel Tageslicht, da gegen
das Licht gearbeitet werden muss. Das wichtigste Werkzeug ist der Polierballen, den man
leicht selbst herstellen kann. Die Grundlage ist ein weißes, weiches Baumwoll-, Leinen-
oder Trikotstofftuch, das mit Baumwollfäden oder Baumwollwatte gefüllt ist. Das Tuch
muss weiß oder naturfarben sein, um ein Abfärben beim Polieren auszuschließen.
Außerdem darf nur glatter Stoff verwendet werden, da ein grobes Strukturgewebe Abdrücke
hinterlassen kann. Die Baumwollwatte oder -fäden werden zuvor zu einem dicken Bausch
geformt, um die das Tuch geschlagen wird. Das Tuch muss so lange glatt gezogen werden, bis
die untere Fläche keine Falten mehr aufweist. Zum Schluss den Ballen mit einem kräftigen
Bindfaden zuschnüren. Die Größe bestimmt man selbst, wichtig ist außerdem, dass der
Ballen gut in der Hand liegt. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Ballen frei von
Schmutz und Fusseln ist. |
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- Bimsmehl wird mit dem Pinsel aufgetragen, es ist zum
Mattieren geeignet.
- Wird zwischen Grundieren und dem Polieren ein Patinierspray
aufgetragen, erhält man einen antiken Touch.
- Eine Politur lässt sich so herstellen, dass
Blätterschellack in Spiritus über Nacht eingeweicht wird.
- Fleckig gewordene Schellack-Oberflächen lassen sich mit
"French-Polish-Reviver" wieder auffrischen.
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Der fertige Ballen wird nach und nach mit
Politur getränkt, wodurch die Baumwollfäden die Flüssigkeit aufsaugen, aber die Politur
noch nicht herausläuft. Vor dem Aufbringen der Politur wird der getränkte Ballen auf
einem Stück Abfallholz ausgedrückt, um die überschüssige Politur herauszupressen, so
dass auf dem Werkstück keine Streifen zu sehen sind und die Politur gleichmäßig
verteilt wird.
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Polierballen
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Die Polierfläche des getränkten
Ballens mit Leinöl betupfen, damit er beim Polieren besser über die Holzoberfläche
gleitet.
Die erste Schicht wird, mit wenig Druck durch schnelles Auf- und Abreiben, aufgetragen.
Der zweite Auftrag erfolgt kreisförmig, dann mit schnellen Achterbewegungen von der Seite
her. Würde man in der Mitte beginnen, dann könnten Flecken entstehen. Wenn die Politur
im Ballen weniger wird, den Druck allmählich verstärken. Darauf achten, dass auch Ecken
und Ränder sorgfältig poliert werden. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Ballen
niemals auf einer polierten Fläche abgesetzt, sondern ständig bewegt wird. Sobald er
nicht mehr gleitet, ist etwas Öl auf die Unterseite zu tupfen. Ist die gesamte Fläche
mit einer dünnen Schicht überzogen, den Ballen abschließend mit geraden Strichen in
Faserrichtung über das Holz ziehen.
Zwischen den einzelnen Arbeitsgängen müssen die Schichten immer gut abtrocknen. Bevor
die zweite Schicht aufgetragen wird, ist die Fläche behutsam mit Siliciumcarbidpapier zu
schleifen und der Schleifstaub gründlich zu entfernen. Alle folgenden schichten sind
ebenfalls zu schleifen. Pro Tag lassen sich vier bis fünf Schichten aufbauen. Je nachdem,
wie stark die Politur glänzen soll, sind 10 bis 20 Schichten erforderlich.
Zum Abschluss wird die gesamte Fläche mit einem frischen Ballen, der sehr sparsam mit
Spiritus getränkt ist, mit geraden Strichen in Faserrichtung auspoliert. Anschließend
die Fläche mit einem weichen Tuch blank reiben. |
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