| Die einzelnen Furnierschichten -in der Regel
Schälfurniere- werden in wechselnder Faserrichtung miteinander verleimt. Dieser
Kreuzverband sorgt für einen weitgehenden Ausgleich der Quell- und Schrumpfspannungen im
Holz. Bei dünnen Platten sind die Schichten oft
gleich dick, stärkere Platten dagegen haben ein dickes Mittelfurnier aus billigem
Material wie Fichtenholz. Hochwertige Materialien sind oftmals fünf- bis siebenfach und
werden speziell für den Möbelbau mit Edelholzfurnieren im Handel angeboten.
Für besondere Belastungen sind auch neunzehnfach und mehr
verleimte Platten mit bis zu 40 mm Stärke im Handel zu finden. Diese hochwertigen
Multiplexplatten werden unter anderem als Werkbankplatten und Polstermöbelgestelle
verwendet.
Darüber hinaus werden die Furnierplatten als
Außen-Sperrholz mit wasser- und verdampfungsbeständigem WBP-Klebstoff gefertigt und mit
Hartholz laminiert. Beim Form-Sperrholz werden die Platten in gleicher Faserrichtung
zusammengeleimt, wodurch eine große Biege- und Zugfestigkeit in Richtung des
Faserverlaufs erreicht wird. Mit Pressformen lassen sich diese Platten sogar in engste
Kurven bringen. |