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Materialauswahl
Furnier- oder Sperrholzplatten

 

ABB. 1
Bei Sperrholzplatten handelt es sich korrekterweise um Furnierplatten, die aus mindestens drei aufeinandergeleimten Holzlagen bestehen.
 
Die einzelnen Furnierschichten -in der Regel Schälfurniere- werden in wechselnder Faserrichtung miteinander verleimt. Dieser Kreuzverband sorgt für einen weitgehenden Ausgleich der Quell- und Schrumpfspannungen im Holz.

Bei dünnen Platten sind die Schichten oft gleich dick, stärkere Platten dagegen haben ein dickes Mittelfurnier aus billigem Material wie Fichtenholz. Hochwertige Materialien sind oftmals fünf- bis siebenfach und werden speziell für den Möbelbau mit Edelholzfurnieren im Handel angeboten.

Für besondere Belastungen sind auch neunzehnfach und mehr verleimte Platten mit bis zu 40 mm Stärke im Handel zu finden. Diese hochwertigen Multiplexplatten werden unter anderem als Werkbankplatten und Polstermöbelgestelle verwendet.

Darüber hinaus werden die Furnierplatten als Außen-Sperrholz mit wasser- und verdampfungsbeständigem WBP-Klebstoff gefertigt und mit Hartholz laminiert. Beim Form-Sperrholz werden die Platten in gleicher Faserrichtung zusammengeleimt, wodurch eine große Biege- und Zugfestigkeit in Richtung des Faserverlaufs erreicht wird. Mit Pressformen lassen sich diese Platten sogar in engste Kurven bringen.

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