| Fertigparkett-Elemente werden industriell
hergestellt, oberflächenbehandelt, mehrschichtig aufgebaut und unter einem
Hochdruckverfahren wasserdicht verleimt. Für die Nutzschicht werden Furniere von
mindestens 2 mm Stärke verwendet. Die Trägerschichten können aus Weichholz
oder Holzwerkstoffe wie Spanplatten, Hartfaserplatten und auch aus anderen
Materialien bestehen.
Fertigparkett ist sowohl geschliffen als auch versiegelt
und muss nur noch auf einen glatten Unterboden aufgebracht werden, ohne dass eine
Nachbehandlung erforderlich wäre. Die Elemente werden als lange, kurze und quadratische
Elemente -in Stärken zwischen 7 und 26 mm- im Handel angeboten. Fertigparkett lässt sich
nicht nur mit wenig Aufwand zügig verlegen, sondern auch schnell nutzen, da Trocknungs-
und Aushärtezeiten der Lackschicht entfallen. Ein weiterer Vorteil von Fertigparkett ist,
dass es sich aufgrund seiner vielfachen Verleimung von unterschiedlichen Holzarten sehr
formstabil ist und durch den mehrschichtigen Aufbau Schrumpfungen, Dehnungen und
Verwerfungen, auch bei hohen Feuchtigkeitsschwankungen, unterbindet.
Ebenfalls im Handel sind Fertigparkette aus
Massivholz, die wahlweise eine unbehandelte oder versiegelte Oberfläche haben.
Das Parkett kann fast auf jedem ebenen
Grund verlegt werden, auch auf Fußbodenheizungen. Es lässt sich sowohl schwimmend
verlegen als auch vollflächig verkleben. Bei der schwimmende Verlegung haben die Elemente
keine Verbindung mit dem Untergrund. Die Elemente werden mit Nut und Feder durch
Verklebung oder Klickverfahren zu einer Parkettplatte verbunden.
Da bei Parkett nach einigen Jahren
Abnutzungsspuren entfernt und die Oberfläche neu behandelt werden muss, ist es
erforderlich die oberste Schicht abzuschleifen. Allerdings gibt es Parkettarten, deren
Hartholznutzschicht oft so dünn ist, dass beim Nachschleifen von durchgedrückten oder
beschädigten Oberflächen die Trägerschicht sichtbar werden kann. Deswegen sollte beim
Einkauf auf die Stärke der Nutzschicht geachtet werden, denn ein dickeres Parkett hat
auch eine dickere Nutzschicht. Nach Herstellerangaben lässt sich ein Parkett mit einer 4
Millimeter starken obersten Lage zwei- bis dreimal abschleifen, im Gegensatz zu massivem
Parkett, das sich wesentlich öfter bearbeiten lässt.
Der Preis hängt jedoch sehr von der
Stärke des Fertigparketts und damit auch von der Stärke der Nutzschicht ab.
Gewachstes oder geöltes Parkett lässt
sich problemlos abschleifen, relativ einfach reparieren und mit Wachs oder Öl
nachbehandeln. Allerdings ist es sorgfältig zu pflegen und regelmäßig zu wachsen. |