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Handwerk
Fertigparkett und Laminatböden
Verlegetechnik

Bauwerk Parkett AG, CH-9430 St. Margrethen
Bauwerk
Fertigparkett und Laminate werden schwimmend verlegt. Der Fugenverlauf sollte immer in Richtung zur stärksten Tageslichtquelle wie Fenster oder Terrassentür verlegt werden. Denn quer zur Lichtquelle verlaufende Fugen wirken in der Regel sehr störend.
Vor Verlegebeginn sollte geprüft werden, ob der letzte Dielenstreifen nicht zu schmal wird. Denn es kann ausgewogener erscheinen, wenn beim Verlegen schon in der ersten Reihe mit halbierten Dielen begonnen werden soll. Um eine exakte Basis für die Verlegung der gesamten Fläche zu erreichen, muss die erste Reihe sehr genau eingepasst werden.
Die erste Diele wird mit der Nut so zur Wand verlegt, dass zwischen Diele und Wand eine Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm bleibt.
Dazu sind zur Sicherung der Dehnfuge Holzkeile einzufügen. Die weiteren Dielen ohne Leimzugabe entsprechend der Raumlänge ansetzen.
Das letzte Element der Reihe umdrehen, so dass Feder an Feder liegt. An der Wand anlegen und Dielenabschnitt an der Kante des vorletzten Elements mit einem Anschlagwinkel markieren, ablängen und einpassen. Die Dehnfuge entsteht durch das Einfügen der Stirnfeder in die Nut.
Sehr wichtig ist nun, dass die erste Reihe exakt dem Verlauf der Wand folgt, denn hier entstandene Fehler werden in der Fläche immer größer.
parkett_verl10.jpg (12258 Byte) Sollte der Verlauf der Wand zu starke Unebenheiten aufweisen, dann sind mit einem selbst gefertigten Streichmaß die Dielen zu markieren und per Stichsäge anzupassen.
Die passgenau erste Reihe wieder aufnehmen, verleimen und neu verlegen. Die Holzkeile wieder einfügen und die einzelnen Elemente mit Hammer und Schlagklotz fugendicht festklopfen.
Das Einpassen des letzten Dielenelements erfolgt mit Hilfe des Zugeisens. Anschließend Holzkeile für die Dehnungsfuge einfügen.

parkett_verl9.jpg (11962 Byte)

Um keine hässlichen, durchgehenden Querfugen zu erhalten, werden die Elemente stoßversetzt angeordnet. Die Hirnstöße sollten mindestens 5 cm versetzt zu denen der vorgehenden Reihe sein.
Das Reststück der ersten Reihe ist das erste Element der zweiten Reihe und wird mit der gesägten Kante zur Wand hin angeordnet.
Wichtig: Bei der Flucht ist auf die gesamte erste Reihe zu achten und alles gut zu verkeilen.
Dabei Leim in die Hirn- und Längsnut geben und mit Hammer und Schlagklotz sanft fugendicht zusammenklopfen. Der Schlagklotz sollte mit einer Nut versehen sein -am besten ein Verschnittstück-, sodass die Feder der Elemente bei der Montage nicht beschädigt werden kann. Mit allen anderen Dielen entsprechend weiter verfahren.
Der dabei gelegentlich entstehende Leimaustritt ist sofort mit einem feuchten Tuch zu entfernen.
Die Breite der letzten Reihe wird mittels eines Restelements festgelegt, das über das unverleimte vorletzte Dielenelement gelegt wird. Dabei soll es an die Randkeile vor der Wand anstoßen. Das untere Element wird nun markiert, herausgenommen und passgenau entlang der Markierung zugesägt.

Die ungesägten Elemente verleimen und wieder einfügen. Danach die zugesägten Stücke der letzten Dielenreihe verleimen und einpassen. Dabei die letzte Reihe mit dem Zug- oder Hebeleisen auf die Feder der vorletzten Reihe drücken und mit Keilen fixieren. Nochmals die Stöße überprüfen und den Leim austrocknen lassen.
Zur Verlegung an Heizungsrohren muss die Position des Rohrs auf dem Parkettelement markiert und anschließend durchgebohrt werden.
Nach dem Bohren wird das Holzstück aus dem Element herausgesägt und später von der Wand her eingepasst.
Hölzerne Türrahmen werden abgesägt. Damit die Diele auch exakt passt, dient ein Dielenrest als Sägeführung. Die Diele kann auch mit Hilfe einer Kammschmiege oder einem Konturen-Taster passend auf den Türrahmen zugeschnitten werden.
 
 

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