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Grundkurs         
Nageln
Wie man Nägel richtig einschlagen sollte und dabei wertvolles Material und seine Finger schont.

    

nageln1.jpg (20720 Byte) Nägel halten zwar nicht so gut wie Schrauben, doch die Arbeit ist schneller erledigt.

            

In der Fachsprache werden normale Nägel als Drahtstifte bezeichnet, denn sie bestehen aus ungehärtetem Stahl.
Das Nagelsortiment unterscheidet sich durch Material, Länge, Stärke und Kopfform der Nägel. Außer den normalen Nägeln mit mittelgroßem Kopf werden vor allem Senkkopfnägel (zum Annageln von Profilbrettern) und Kammzwecken (mit breiterem Kopf, etwa für Polsterarbeiten) verwendet. Nägel, die höhere Belastungen vertragen werden aus gehärtetem Stahl hergestellt, dazu gehören Bildernägel und Stahlhaken. Haftnägel mit einem Schaft aus Rillen und Zacken halten besonders sicher im Holz. Drallnägel, auch als Spanplattennägel bezeichnet, sind die einzigen die in diesem Material fest sitzen. Beim Einschlagen drehen sie sich durch ihr Gewinde wie eine Schraube in dem Material fest. Zwei Spitzen an den u-förmigen Drahtkrampen sind das Kennzeichen dieser Spezialnägel, mit denen vorwiegend Draht an Holz befestigt und festgeklemmt wird.
Im Handel sind auf jedem Paket, Stärke und Länge abgekürzt angegeben (25 x 55 heißt: 2,5 mm stark und 55 mm lang), außerdem ist die Artikelbezeichnung und die Kopfform vermerkt.

Nageln ist die einfachste Art Teile und Werkstücke miteinander zu verbinden. Fügt man noch Leim hinzu, dann entstehen dauerhafte Verbindungen.
Das wichtigste Werkzeug bei dieser Technik der Holzverbindung ist zweifellos noch immer der Hammer. Die gängigste Größe ist ein 200 Gramm schwerer Hammer, mit ihm können die meisten Arbeiten ausgeführt werden. Für kleinere Nägel und Arbeiten ist allerdings ein Deko- oder Tapezierhammer mit 50 bis 100 Gramm schwerem Hammerkopf erforderlich.

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Bei der rechtwinkligen Verbindung zweier Bretter oder Platten sollen 1/3 des Nagels, auf das obere, 2/3 auf das untere Brett entfallen

Der Hammer ist stets am äußersten Ende des 25 bis 30 cm langen Stiels anzufassen. Man sollte beim Hämmern nicht auf den Hammer sondern auf den Nagelkopf schauen, nur so sind Treffer auf dem Daumen zu verhindern.
Die Hammerbahn -Schlagfläche- sollte regelmäßig mit Sandpapier abgeschliffen werden, damit der Hammerkopf beim Nageln nicht abrutscht. Hämmer mit schartiger Finne und rund gewordener Bahn sind unbrauchbar.
Im Hirnholz halten Nägel besser, wenn man sie schräg einschlägt. Mit einem Versenker kann man die Nagelköpfe ins Holz treiben. nageln
Normalerweise werden Nägel senkrecht eingeschlagen, aber eine schräge Nagelung hält besser. Weil Holz beim Nageln splittern kann, sollten bei empfindlichen Werkstücke kleine Löcher vorgebohrt werden, oder aber die Nagelspitze mit leichten Hammerschlägen stauchen.
Auch wenn zu dicht an der Holzkante genagelt wird, kann es zu Absplitterungen kommen.
Je schwerer der Gegenstand ist, desto länger und dicker sollten die Nägel gewählt werden. Nägel  unterscheiden sich nach Kopfform und Material.

nageln

Beim Nagelziehen legt man ein Brettstück unter, sonst gibt es im Holz Vertiefungen und Kratzer
 
Heute ersetzen Klammer- und Nagelgeräte den klassischen Hammer. Mit diesen Geräten lassen sich Nägel kräfteschonend und ganz exakt eintreiben. Mit Schmalrückenklammern können Befestigungen wie Zier- und Abdeckleisten fast unsichtbar angenagelt werden.
 

 

 

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