| Grundkurs
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| Nageln |
| Wie man Nägel richtig einschlagen sollte und
dabei wertvolles Material und seine Finger schont. |
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Nägel halten zwar nicht so gut wie Schrauben,
doch die Arbeit ist schneller erledigt. |
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In der Fachsprache werden normale Nägel als
Drahtstifte bezeichnet, denn sie bestehen aus ungehärtetem Stahl.
Das Nagelsortiment unterscheidet sich durch Material, Länge, Stärke und Kopfform der
Nägel. Außer den normalen Nägeln mit mittelgroßem Kopf werden vor allem Senkkopfnägel
(zum Annageln von Profilbrettern) und Kammzwecken (mit breiterem Kopf, etwa für
Polsterarbeiten) verwendet. Nägel, die höhere Belastungen vertragen werden aus
gehärtetem Stahl hergestellt, dazu gehören Bildernägel und Stahlhaken. Haftnägel mit
einem Schaft aus Rillen und Zacken halten besonders sicher im Holz. Drallnägel, auch als
Spanplattennägel bezeichnet, sind die einzigen die in diesem Material fest sitzen. Beim
Einschlagen drehen sie sich durch ihr Gewinde wie eine Schraube in dem Material fest. Zwei
Spitzen an den u-förmigen Drahtkrampen sind das Kennzeichen dieser Spezialnägel, mit
denen vorwiegend Draht an Holz befestigt und festgeklemmt wird.
Im Handel sind auf jedem Paket, Stärke und Länge abgekürzt angegeben (25 x 55 heißt:
2,5 mm stark und 55 mm lang), außerdem ist die Artikelbezeichnung und die Kopfform
vermerkt. |
Nageln ist die einfachste Art Teile und Werkstücke miteinander zu verbinden. Fügt man
noch Leim hinzu, dann entstehen dauerhafte Verbindungen.
Das wichtigste Werkzeug bei dieser Technik der Holzverbindung ist zweifellos noch immer
der Hammer. Die gängigste Größe ist ein 200 Gramm schwerer Hammer, mit ihm können die
meisten Arbeiten ausgeführt werden. Für kleinere Nägel und Arbeiten ist allerdings ein
Deko- oder Tapezierhammer mit 50 bis 100 Gramm schwerem Hammerkopf erforderlich.
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Bei der rechtwinkligen Verbindung zweier
Bretter oder Platten sollen 1/3 des Nagels, auf das obere, 2/3 auf das untere Brett
entfallen |
Der Hammer ist stets am äußersten Ende des 25 bis 30 cm langen Stiels anzufassen. Man
sollte beim Hämmern nicht auf den Hammer sondern auf den Nagelkopf schauen, nur so sind
Treffer auf dem Daumen zu verhindern.
Die Hammerbahn -Schlagfläche- sollte regelmäßig mit Sandpapier abgeschliffen werden,
damit der Hammerkopf beim Nageln nicht abrutscht. Hämmer mit schartiger Finne und rund
gewordener Bahn sind unbrauchbar.
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| Im Hirnholz halten Nägel besser, wenn man sie
schräg einschlägt. Mit einem Versenker kann man die Nagelköpfe ins Holz treiben. |
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Normalerweise werden Nägel senkrecht
eingeschlagen, aber eine schräge Nagelung hält besser. Weil Holz beim Nageln splittern
kann, sollten bei empfindlichen Werkstücke kleine Löcher vorgebohrt werden, oder aber
die Nagelspitze mit leichten Hammerschlägen stauchen.
Auch wenn zu dicht an der Holzkante genagelt wird, kann es zu Absplitterungen kommen.
Je schwerer der Gegenstand ist, desto länger und dicker sollten die Nägel gewählt
werden. Nägel unterscheiden sich nach Kopfform und Material. |

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Beim Nagelziehen legt man ein Brettstück
unter, sonst gibt es im Holz Vertiefungen und Kratzer |
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| Heute ersetzen Klammer- und Nagelgeräte den
klassischen Hammer. Mit diesen Geräten lassen sich Nägel kräfteschonend und ganz exakt
eintreiben. Mit Schmalrückenklammern können Befestigungen wie Zier- und Abdeckleisten
fast unsichtbar angenagelt werden. |
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